ZOL 01
Den städtischen Knotenpunkt besetzen - Das Zollhaus entsteht an einem der wichtigsten Knotenpunkte der Menschenflüsse der Stadt. Tangiert von Gleisfeld und Langstrasse entspricht das Zollhaus diesen zwei Welten und etabliert im Sinne eines urbanen Katalysators eine neue Verbindung zwischen Langstrassenquartier und Hauptbahnhof. 
 
Das Bauvolumen vermittelt zwischen der grossmassstäblichen Bebauung der Europaallee am Gleismeer und der kleinteiligen Baustruktur des Kreis 5 Richtung Limmat. Das Zollhaus ist ein Komplex dreier Volumen die erschliessungsmässig und durch den Gesamtausdruck eine Einheit bilden. Das schlanke Volumen rückt sich weit wie möglich von den Lärmquellen ab. Als Resultat entsteht ein schlichtes und kompaktes Gesamtvolumen mit wenigen Vor- und Rücksprüngen. Das Podest und das Dach vereinen die Baukörper. In der Verlängerung der Mattengasse und der Ackerstrasse gewährleisten öffentliche Durchgänge - „urbane Fenster„ - die Zugänglichkeit und Sicht vom Quartier zum Gleisfeld. Die Fassadengestaltung nimmt die heterogene Umgebung auf – die Fassaden sind situationsspezifisch gegliedert und angepasst. Die stadtbildlich bedeutende Ecke an der Langstrasse wird mit einer Überkragung betont.
 
Ein urbanes Loft konzipieren - Das Zollhaus soll nicht nur ein nachhaltiges Bauwerk sein sondern auch ein zukunftsfähiges Gefüge fürs Leben sein. Wir haben das Zollhaus als umfunktionierbare, adaptierbare und flexibel nutzbare Struktur konzipiert. Das statische Konzept und das Layout erlauben eine Umnutzbarkeit und einen flexiblen Ausbau der Wohnungen.
 
Gemeinschaft leben - Die Basis zum generieren und unterstützen von Gemeinschaft ist ein dichtes Netzwerk von Begegnungssituationen. Das Erschliessungsnetz des Zollhauses ist als eine Gesamtchoreografie betrachtet und die Orte für Begegnung und Gemeinschaftlichkeit strategisch positioniert.

Auftraggeber

Genossenschaft Kalkbreite

Funktion

Architekt, Hochbau

Aufgaben

Vorprojekt, Wettbewerb


Zeit

2105

Team

helsinkizurich (Mirjam Niemeyer, Tommi Mäkynen, Michelangelo D'Ettorre)

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