AAL main

Die neue Gebäudegruppe der Kunstfakultät bildet den Ausgangspunkt für die Entstehung des Otaniemi-Quartiers in Espoo. Gemeinschaft verkünden sie Pioniergeist, studentenorientiertes Lernen sowie eine Kultur des Forschens und werden so zum kräftigen Symbol der neuen Universität. Durch die kleinteilige Fragmentierung der neuen Gebäude ist es möglich, Räume unterschiedlicher Bereiche zu durchmischen: Besonders gemeinschaftliche Kurse und Projekte können flexibel in jedem der Gebäude angesiedelt werden, auch wenn sie einer anderen Fakultät angehören. Die pavillonartigen neuen Gebäude erzeugen eine lebendige kleine Stadt mit aktiven Innen- und Aussenräumen. Zwischen den neuen Gebäuden befinden sich geschützte öffentliche Freiflächen. Die Erdgeschosse der Gebäude weisen vielerelei Zugänge und Öffnungen auf. Kontinuierliche Galerien im Innenraum durchlaufen die neuen Gebäude. Gemeinsam erzeugen sie eine einladende Atmosphäre der Interdisziplinarität. Der neue zentrale Platz zwischen der U-Bahn-Station und der Unibibliothek wird zum Treffpunkt der urbanen Kulturen mit wechselnden Veranstaltungen und Nutzungen. Alvar Aaltos Landschaftskonzept – Gebäude in einer Hügellandschaft, langsamer Verkehr in den Senken, vom Menschen geschaffene Elemente platziert in der Natur – wird neu interpretiert. Eine landschaftliche, organische Struktur wiederholt das selbe Prinzip in kleinerem Massstab, allerdings auf eine zeitgemässe weiche Art und Weise. Der Kunst-Cluster ist eine kleine Inselgrupe, nicht nur in der Organisation, sondern auch hinsichtlich der nachhaltigen Landschaftsgestaltung: Gründächer, Terrassen und naturierte Wände. Die neue Landschaft ist interaktiver als die vorangegangene, Pop-Up-Gärten und Sportfelder sprechen unterschiedlichste Nutzer an. Gleichzeitig kommt der Landschaft eine verbindende Aufgabe zu. Die Gebäudegruppierung wird zu einem neuen Zentrum der Otaniemi-Nachbarschaft, da sie öffentliche Restaurants und Einrichtungen bereit hält. Beim Durchlaufen des Komplexes erhält man einen schnellen, aber guten Überblick über die derzeitigen Aktivitäten. Die typischen Fakultätsräumlichkeiten – loftartige Studios zum Lernen – werden flexibler: reine Erschliessungsflächen gibt es nicht. Jedes Gebäude hat “Third Places”, Orte zum zufälligen und geplanten Aufeinandertreffen, die interdisziplinären Austausch förder:, beispielsweise Cafés, Kantinen und Lounges, die für alle öffentlich sind. Die Galerien werden für Aufführungen, Ausstellungen und Veranstaltungen, zusätzlich zum regulären Tagesablauf verwendet.

Klient

Aalto Universität

Funktion

Städtebau- und Architekturwettbewerb

Zeit

2013

Team

helsinkizurich mit Ramboll Ltd (Landschaftsarchitektur) und Sotamaa Design

Share this